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Arabica
Botanisch korrekt: Coffea arabica, die Bohnensorte die drei Viertel der Weltproduktion ausmacht, obwohl Arabica weniger widerstandsfähig gegen Klimaextreme und Schädlinge ist. Sie ist milder und aromatischer als die Sorte Robusta und enthält weniger Koffein (1,1 – 1,7 Prozent gegenüber 2 – 4,5 Prozent in Robustabohnen). Auch Sortenbezeichnungen wie Sumatra, Mokka, Blue Mountain sind nichts anderes als Arabicasorten, die je nach Anbaugebiet anders benannt werden. Die Arabicapflanze bringt erst 3 bis 4 Jahre nach der Pflanzung die ersten reifen Früchte, nach 6 bis 8 Jahren erreichen die Pflanzen ihr Produktionsmaximum, nach etwa 20 Jahren nimmt die produzierte Menge langsam wieder ab.
Die Pflanze Coffea Arabica wächst bis zu 4 Meter hoch, wird aber in Kaffeeplantagen durch ständigen Rückschnitt strauchförmig gehalten. An den lang auslaufenden rutenförmigen Zweigen sitzen die kurzstieligen, immergrünen, länglich ovalen Blätter. Sie fühlen sich lederartig an und sind an der Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite heller. Die Blätter sind 8 bis 15 cm lang und 4 bis 6 cm breit. Die Wurzel ist pfahlartig ausgebildet und reicht 1 bis 2,5 m in den Boden mit zahlreichen nahe an der Oberfläche verlaufenden Nährwurzeln.
Wenn der Baum Blüten trägt, erinnert dieses an Jasmin, da der Duft die Farbe und die Form diesem ähneln. Die Blüten stehen gehäuft in den Blattachseln, verblühen jedoch nach relativ kurzer Zeit wieder und sind nur wenige Stunden befruchtungsfähig. Schon 3-4 Tage später fallen die Blüten ab. Die Blüte setzt kurz nach der Trockenperiode unmittelbar nach den ersten Regenfällen ein. An einem ausgewachsenen Baum können zwischen 30.000 und 40.000 Blüten sein.
Sowohl vom Blüten als auch vom Fruchtansatz lassen sich schon erste Schätzungen für die kommende Kaffee-Ernte ableiten. Diese spielen grade in den großen Produktionsländern eine wichtige Rolle, da von Ihnen der Einfluss auf die Preisentwicklung des Kaffees abzuleiten ist.
Alle Kaffeeblüten sind auf eine Fremdbestäubung angewiesen, dass heißt sie sind auf eine Bestäubung durch Wind oder Insekten angewiesen, eine Ausnahme bildet hier die Arabicablüte.
Bei der Reifung verfärbt sich die Frucht von grün nach rot. Dieses dauert bei Arabica 6-8 Monate. Die kirschenartigen Früchte tragen im Inneren zwei Kerne, die von einer Membran umgeben sind. Lediglich diese Kerne, die Kaffeebohnen, werden zur Herstellung von Kaffee verwendet.
Der erste systematische Anbau der Sorte Arabica ist bis ins 15. Jahrhundert in Terassengärten im Südjemen zurückzuführen. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Monopolstellung der Araber beim Kaffee-Anbau durchbrochen und der Arabica-Kaffee verbreitete sich nach und nach über Sri Lanka, Java und Südamerika weltweit.
Bei den Arabica-Kaffees handelt es sich um Hochlandkaffees, die in Höhen von über 1000 m angebaut werden. Je höher die Pflanzung liegt, desto langsamer reifen die Früchte und desto kräftiger und voller ist der Kaffeegeschmack. Die Höhenlage der Kaffeeanbaugebiete ist gleichbedeutend für die Güteklasse der Kaffeequalität.