Die Heimat des Kaffeestrauches liegt in Äthiopien, in den Wäldern des Kaffa Königreichs. Der Name Kaffee bezieht sich aber nicht auf den Begriff Kaffa, sondern wird von dem arabischen Wort " qahwah " abgeleitet. Ursprünglich wurde hiermit Wein bezeichnet, welche den Moslems verboten war. Durch die Türken wurde dem Wein der Name " kahweh " zugeordnet. Aufgrund der anregenden und etwas berauschenden Wirkung des Kaffees wurde dieser zum Wein des Islams, und verhindert so das Erstehen des vergorenen Traubensaftes. Der Name Mocca steht für einen besonders starken, arabischen Kaffee. Dieser Begriff hat seinen Ursprung in der Hafenstadt " Mokka". Natürlich existierte die Bohne schon lange Zeit, bevor sie bei uns als Kaffee Getränk eingeführt wurde. Der blühende, Früchte tragende Kaffeebaum ist keine Neuzüchtung. Die Urheimat ist aber das abessinische Hochland mit der Provinz Kaffa. Die Menschen in dieser Region kannten die Früchte des Baumes, aber die Veredelung der Bohnen durch die Röstung und die damit verbundene Zubereitung, gilt als sehr unwahrscheinlich und konnte auch nicht nachgewiesen werden. Es wird vermutet, dass die Nomadenstämme die Früchte gekaut haben.
Für die Geschichte des deutschen Kaffees ist das Jahr 1631 von entscheidender Bedeutung. In diesem Jahr gab es die erste Kaffeeprobe durch einen Merseburger Kaufmann. Dem Herrn wurde von einem Geschäftsfreund eine Probe des braunen Pulvers aus Amsterdam geschickt. So wurde der Geschmack in der weiten Welt verbreitet. Da das Frühstück zu der Zeit aber aus typischen Wasser-Mehl oder Biersuppen bestand, bereitete die Ehefrau des Kaufmanns den Kaffee nicht mit Wasser, sondern mit einer Hühnerbrühe zu. Das war natürlich ein Fehlschlag, aber Sie können es gerne mal probieren – es ist nicht so unangenehm.
Im Jahr 1673 wurde das erste Kaffeehaus in Bremen eröffnet.
Ab dem Jahr 1677 entstand ebenfalls ein Kaffeehaus in Hamburg.
Mittlerweile war sowohl das Getränk als auch die Kaffee Pflanze weltweit auf dem Vormarsch.
Die Importware gewann immer mehr an Bedeutung. Durch die Industrialisierung wurde er zu einem Heißgetränk für alle Bevölkerungsschichten und zu einem Haushaltsartikel, für den sich jeder interessierte. Für die Deutschen war es allerdings noch nicht so einfach an Kaffee zu kommen. Dem Land fehlte die Kolonie, in welcher der Kaffee angebaut hätte werden können. Dazu kamen die sehr hohen Beschaffungskosten von dem Kaffee. Die Gelder flossen direkt in die Kriegskassen nach Frankreich und England. Aus diesem Grund verbot Friedrich der Grosse (1712-1786) den Kaffee Genuss für die einfachen Bürger. Durch ihn wurde der Brennschein eingeführt, welcher eine Erlaubnis zur Röstung für die hohen Stände enthielt, die sich den Luxus des Kaffees leisten konnten. Friedrich der Grosse ernannte sogenannte Schnüffler, die das Land in Bezug auf private Röstereien untersuchten. Auf unerlaubten Kaffeegenuss standen hohe Strafen, wie zum Beispiel die Zahlung von 10 Reichstalern, der Aufenthalt im Gefängnis oder einer langen Tätigkeit im Arbeitslager. Das damalige Motto lautete: Zurück zum Bier, Kaffee ist undeutsch. Hierdurch erlebte die morgendliche Biersuppe wieder ein enormes Comeback.
Erst im 19. Jahrhundert avancierte der Kaffee wieder zum Volksgetränk der Deutschen. Aus diesem Grund überraschte es nicht, dass 1820 der deutsche Ferdinand Runge (Chemiker) das Koffein entdeckte. Das war der endgültige Durchbruch. Die reichen Bürger tranken den Kaffees morgens und nachmittags. Die ärmeren Schichten nutzten den Kaffee als eine universelle Mahlzeit. Es stand den ganzen Tag über als Kaffeesuppe mit Brot auf dem Herd. Das hatte natürlich wenig mit Genuss zu tun. Aufgrund der Verarmung breiter Bevölkerungsschichten konnten keine ausgiebigen, nahrhaften Gerichte zubereitet werden. Der Kaffe regte an, und dämpfte den Hunger. Es war üblich den teuren Kaffe mit Surrogaten zu strecken.
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