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Die Kaffeepflanze

Mittwoch, 06. Mai 2009

Die Gattung Coffea ist Teil der Familie der Rubiazeen (Rötegewächse).

Die Rohkaffees werden in vier Arten unterteilt:

• Coffea Liberica

• Coffea Excelsa

• Coffea Arabica

• Coffea Canephora, bekannt als Robusta

Im Internationalen Kaffeehandel dominieren jedoch nur die Arten Coffea Arabica und Coffea Canephora. Rund 61% der erzeugten Kaffeebohnen sind Arabicas, die restlichen 39% der weltweiten Ernte entfallen auf die Sorte Robusta. Der Anbau der Sorte Robusta wurde in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Ihr Anteil an der weltweiten Kaffeeerzeugung hat sich in den letzten 40 Jahren fast verdoppelt.

Während Arabica erst 3 bis 4 Jahre nach der Pflanzung die ersten reifen Früchte bringt, dauert dies bei Robusta nur 2 Jahre, zudem liefert Robusta höhere Erträge. Nach 6 bis 8 Jahren erreichen die Pflanzen ihr Produktionsmaximum, nach etwa 20 Jahren nimmt die produzierte Menge langsam wieder ab.

Die Pflanze Coffea Arabica wächst bis zu 4 Meter hoch, wird aber in Kaffeeplantagen durch ständigen Rückschnitt strauchförmig gehalten. An den lang auslaufenden rutenförmigen Zweigen sitzen die kurzstieligen, immergrünen, länglich ovalen Blätter. Sie fühlen sich lederartig an und sind an der Oberseite dunkelgrün, an der Unterseite heller. Die Blätter sind 8 bis 15 cm lang und 4 bis 6 cm breit. Die Wurzel ist pfahlartig ausgebildet und reicht 1 bis 2,5 m in den Boden mit zahlreichen nahe an der Oberfläche verlaufenden Nährwurzeln.

Wenn der Baum Blüten trägt, erinnert dieses an Jasmin, da der Duft die Farbe und die Form diesem ähneln. Die Blüten stehen gehäuft in den Blattachseln, verblühen jedoch nach relativ kurzer Zeit wieder und sind nur wenige Stunden befruchtungsfähig. Schon 3-4 Tage später fallen die Blüten ab. Die Blüte setzt kurz nach der Trockenperiode unmittelbar nach den ersten Regenfällen ein. An einem ausgewachsenen Baum können zwischen 30.000 und 40.000 Blüten sein.

Sowohl vom Blüten als auch vom Fruchtansatz lassen sich schon erste Schätzungen für die kommende Kaffee-Ernte ableiten. Diese spielen grade in den großen Produktionsländern eine wichtige Rolle, da von Ihnen der Einfluss auf die Preisentwicklung des Kaffees abzuleiten ist.

Alle Kaffeeblüten sind auf eine Fremdbestäubung angewiesen, dass heißt sie sind auf eine Bestäubung durch Wind oder Insekten angewiesen, eine Ausnahme bildet hier die Arabicablüte.

Bei der Reifung verfärbt sich die Frucht von grün nach rot. Dieses dauert bei Arabica 6-8 Monate, bei Robusta 9-11 Monate. Die kirschenartigen Früchte tragen im Inneren zwei Kerne, die von einer Membran umgeben sind. Lediglich diese Kerne, die Kaffeebohnen, werden zur Herstellung von Kaffee verwendet.

Der erste systematische Anbau der Sorte Arabica ist bis ins 15. Jahrhundert in Terassengärten im Südjemen zurückzuführen. Ab Mitte des 17. Jahrhunderts wurde die Monopolstellung der Araber beim Kaffee-Anbau durchbrochen und der Arabica-Kaffee verbreitete sich nach und nach über Sri Lanka, Java und Südamerika weltweit.

Der Liberica-Kaffeewird wegen seines strengen Geschmacks nur sehr wenig geschätzt und hat daher kaum eine wirtschaftliche Bedeutung.

Beiden Arabica-Kaffees handelt es sich um Hochlandkaffees, die in Höhen von über 1000 m angebaut werden. Je höher die Pflanzung liegt, desto langsamer reifen die Früchte und desto kräftiger und voller ist der Kaffeegeschmack. Die Höhenlage der Kaffeeanbaugebiete ist gleichbedeutend für die Güteklasse der Kaffeequalität.

Die Anbaugebiete von Robusta-Kaffees liegen in der Regel unterhalb von 1000m. Robusta-Kaffees unterscheiden sich üblicherweise von Arabica-Kaffees durch Form und Aussehen der Bohnen und durch weniger ansprechenden Geschmack. Die Fülle oder der „Body“ in der Tasse ist bei Robustas besonders gegeben.

Die Geschichte des Kaffees

Montag, 04. Mai 2009

Wenig wuchs im Hügelvorland von Jemen. In den Flanken der Hügel lag tiefes Gebüsch. Dort wuchs nichts mehr, und Menschen kamen dort nicht mehr hin. Nur wilde Ziegen stiegen manchmal zur höchsten Höhe auf. Nach Wochen kamen sie zurück: mager und mit verwahrlostem Körper.

Die Ziegenherden gehörtem dem Kloster. Das Kloster „Schehodet“ (Zeugnis) geheißen – gehörte Allah, wie alles auf dieser Erde dem Schöpfer gehörte.

Nach dem wochenlangen Ausreißen der Ziegenherde bemerkten die Hirten sonderbare  Züge an ihren Ziegen. Vorher kannten sie wie die Menschen den zwölf-Stunden-Tag und hatten nachts geschlafen, doch als sie vom Berg zurück kamen plagte die Ziegenherde Schlaflosigkeit. So soll es geschehen sein, dass die Ziegenherde eine ganze Woche Tag und Nacht nicht zur Ruhe gekommen war.

Die Hirten verfolgen die Schafe auf den Berg um dem Geheimnis um die Schlaflosigkeit auf den Grund zu kommen und sie fanden einen Baum von dem die Ziegen gefressen hatten, den Sie zuvor noch nicht gesehen hatten. Sie brachen einen Zweig des Baumes ab und brachten diesen zum Abt des Klosters.

Der Abt wollte dem Geheimnis dieser Pflanze auf den Grund gehen und probierte die Pflanze im rohen zustand zu essen. Doch diese spie er sofort wieder aus, sie schmeckte einfach nach gar nichts. Auch ihr Geruch war nicht besonders ausgeprägt.

So ließ sich der Abt von den Hirten die Stelle zeigen, wo die Bäume wuchsen und er erkannte, dass diese Bäume keine Wildbäume sondern verwilderte Gartenbäume waren, denn sie wuchsen an den Stellen wo früher die Christen aus Afrika während der Eroberung des Jemen gelebt hatten. Diese brachten damals ihre Pflanzen, Blumen und Tiere mit. Diese Christen kamen aus der Region Kaffa und so wurde dieser Baum Kaffabaum genannt.

Doch die Neugierde des Abts war nicht gestillt, er wollte dem Geheimnis dieses Baumes auf den Grund gehen. Er versuchte sich aus den Blätter und Blüten des Baumes einen Saft zu machen in dem er diese zerstieß. Hierbei entdeckte er den schwarzen Kern der Frucht, dieser kam er mit kaltem Wasser aber nicht bei, denn nichts geschah als er die Kerne damit aufgoss. Doch der Abt blieb hartnäckig und versuchte die Kerne über dem Herd zu erhitzen, die Kerne fingen an aromatisch zu duften, als dieses geschah warf der ab die Kerne in kochendes Wasser und es entwickele sich eine schwarze gut riechende Brühe. Er probierte diese, doch die Brühe war sehr bitter und schmeckte nach verkohlter Erde. So wollte er an diesem Tage mit seinen Experimenten Schluss machen und legte sich zur Ruhe.

Doch der Schlaf wollte sich bei ihm nicht einstellen, er bekam kein Auge zu. Selbst als es zwölf Uhr leutete und als sich die Mönche zur Mitternachtsmesse versammelten war der Abt noch hellwach, im Gegensatz zu seinen Ordensbrüdern, die alle noch schlaftrunken waren.

Um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, gab er ab diesem Tag den Mönchen jedem vor der Mitternachtsmesse einen Schluck von seinem Gebräu und wie von Zauberhand waren auch seine Ordensbrüder ab diesem Zeitpunkt nicht mehr schlaftrunken bei der Mitternachtsmesse.

Damals wussten die Mönche noch nicht welches Zaubermittel sie sich einverleibten. Der erste Mensch der dieses Wissenschaftlich belegte war der deutsche Chemiker Runge, der es zum ersten mal  extrahierte und somit das Alkaloid Koffein nachwies.

Wann genau die Mönche aus dem Kloster Schehodet zum ersten Mal Kaffee tranken ist leider nicht genau festzustellen, doch weiß man das Kaffee um das Jahr 1000 schon bekannt war. Damals hieß er aber noch nicht „Kaweh“ sondern „Bunc“ den Namen den er bis heute im Lande Abessinien trägt.

Zu dieser Zeit war Kaffee noch kein Volksgetränk, es tranken ihn zwar die Araber und Perser doch über diese Grenzen war der Kaffee nicht bekannt. So war der Kaffee noch sehr teuer, dass nur die reichen ihn tranken und dieses auch nicht zum Genuss sondern aus medizinischen Gründen.

Die große Welle der Bekanntheit bekam der Kaffee erst durch einen religiösen Krieg der um ihn ausgefochten wurde. So sollte der Kaffee verboten werden, denn viele fanden, dass er gegen die Gesetzte des Korans verstoßen würde. So wurde ein Kaffeeverbot ausgesprochen. Doch es wurde ein Gesuch um Billigung an den Sultan geschickt, dieser kam in eine Zwangslage, da er selbst ein starker Kaffeetrinker war und seine Freunde am Hofe das Getränk ebenfalls sehr zu schätzen wussten. Nach Prüfung durch die besten Korankenner wurde dem Gesuch stattgegeben und der Kaffee durfte wieder getrunken werden.

So entwickelte sich der Kaffee soweit, dass es 1554 die ersten Kaffeehäuser in Konstantinopel gab. Diese nannte man bald schon „Schule der Gebildeten“, denn hier wurde beim Kaffee Schach gespielt und diskutiert.

Den richtigen Einzug nach Europa feierte der Kaffee aber erst nach Ende der zweiten Belagerung von Wien durch die Türken im Jahre 1683. Dieser war verbunden mit der Niederlage der Türken kurz vor Wien. Durch den schnellen Rückzug der Türken aus Österreich blieben auch viele Vorräte im Feindesland zurück, so geschah es auch, dass mehrere Säcke von schwarzen angenehm duftenden Bohnen in den Vorratslägern der Türken zurücklieben.

Da die Österreicher nicht wussten, was sie mit diesen Bohnen machen sollten, wollten sie diese eigentlich verbrennen, doch just in diesem Moment kam Kolschitzky daher, der nach der Befreiungsschlacht ein Bürger Wiens wurde und dem für seine Dienste im Krieg eine Gewerbemeisterschaft ausgestellt wurde. Kolschitzky kannte den Kaffee und bat darum ihm den Kaffee zu schenken bevor man Ihn verbrennen würde. Kolschitzky wurde der Wunsch gewährt und er bekam ein Gewerbe auf Kaffee.

Kolschitzky eröffnete in Wien ein Kaffeehaus und reichte den Gelehrten aus Wien den Kaffee. Doch dieser wurde von Ihnen als Türkendreck bezeichnet, da er ihnen nun überhaupt nicht schmecken wollte.  Doch da Kolschitzky zu viel investiert hatte um sein Geschäft aufzugeben, wollte er den Kaffee wienerischer machen. Anstatt den Kaffeesatz in der Tasse zu lassen ließ er das heiße Wasser nur noch durch ein Sieb mit dem Kaffeesatz laufen. Dadurch war in dem Kaffee nicht mehr der Kaffeesatz, der die Wiener immer zum Husten brachte. Um ihn für die Wiener noch schmackhafter zu machen fügte er dem Kaffee noch eine Messerspitze Honig bei und um die Stärke des Kaffees zu mildern mischte er diesen noch mit drei Löffeln Milch pro Tasse. Dieses brachte ihm den ewigen Zorn der  Türken, doch Kolschitzky kümmerte dieses wenig, er hatte soeben die „Melange“ erfunden. Jetzt waren auch seine Gäste mit dem Getränk zufrieden.  Um das ganze noch abzurunden setzte sich Kolschitky mit einem Bäcker zusammen und servierte seitdem zu seinem Kaffee die „Kipfel“ Semmel in Halbmondform zusätzlich kam noch die Erfindung des Krapfen, ein rundes Sirup gefülltes Gebäck.

Von Wien aus entstanden kurze Zeit später die ersten Kaffeehäuser am Laufe der Donau in Deutschland, unteranderem in Regensburg im Jahre 1686.

Es brauchte jedoch noch Jahre, damit der Kaffee endlich zum Volksgetränk der Deutschen wurde.


 
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