zurück

allvendo Kaffee Blog

Zucker in Espresso oder Kaffee, ja oder nein?

Generell kann man sagen, dass Zucker durchaus viele positive Auswirkungen auf das Geschmacksprofil von Kaffee haben kann.

Dieses hängt natürlich von den persönlichen Vorlieben jedes einzelnen ab. Ein Italiener wird seinen Espresso immer mit (weißem) Zucker trinken, doch sollte man für Kaffee den Muscovadozucker nicht außer Acht lassen. Dieser bringt mit Aroma und Würze neue Geschmacksrichtungen in Ihren Kaffee und gibt Ihnen noch mehr Möglichkeiten Ihren persönlichen Geschmack zu treffen.

- Demerara Zucker

Was ist das eigentlich? Demerara ist ein brauner Rohrzucker der aus raffiniertem rohem Rohrzucker hergestellt wird. Demerara ist leicht klebrig und grobkörnig (Kristallgröße ca. 1mm), er ist mild im Geschmack. Durch seine milde ist er ein ideales Süßungsmittel für Kaffee. Sein Melassegehalt (Melasse: Dunkelbrauner Sirup, der bei der zuckerproduktion entsteht) beträgt ca. 1-3 %.

- Muscovado Zucker

Muscovado ist der ungereinigte und unraffinierte braune Rohrzucker. Er ist ein Zucker von dunkler Farbe, intensivem Aroma und einer geringeren Kristallgröße als Demerara Zucker (ca. 0,3-0,4 mm).

Man unterscheidet „hellen Muscovado” (milder Geschmack nach Melasse und Karamell) mit ca. 5 % Melasseinhalt und 95 % Sukrose und „dunklen Muscovado” (intensiver Geschmack von Rohrzuckermelasse, Lakritze und Karamell) mit ca. 8-10 % Melasse und 90 % Sukrose. Muscovado wird vorwiegend auf Mauritius produziert.

Kleine Regelkunde für Kaffee und Zucker:

Bei Filterkaffee:

- Zucker hilft generell schlechten Kaffees mit Geschmeidigkeit und abgerundeter Süße

- Je mehr Robusta, desto dunkler kann der Zucker sein. Dunkler Muscovado geht gut zu Robusta bzw. robustalastigen Blends beim Espresso.

- Muscovado gibt Frucht und Säure an sehr bittere Kaffees ab.

- Muscovado in kleinen Mengen bringt natürliche Süße in den Kaffee.

- Zucker gilt als Freund des schlechten Kaffees, dieses ist allerdings nicht immer so, manchmal verstärkt er auch die schlechten Eigenschaften wie Säure oder Bitterkeit.

- Je mehr Säure ein Kaffee hat, desto mehr Zucker kann man verwenden.

Bei Espresso:

- Zucker kann sich durchaus positiv auf Espresso auswirken

- Zucker verändert das Geschmacksprofil

- Generell macht der Zucker den Espresso runder, weicher und „süßer”, doch das kann bei Topespressos oft zu Lasten des reinen Geschmacks gehen.

Am Ende muss man feststellen, man hat mit Zucker viele Möglichkeiten seinen Kaffee besser zu machen, doch liegt es immer im Geschmack jedes einzelnen, ob er es mag oder nicht.

zucker 225x300 Zucker in Espresso oder Kaffee, ja oder nein?

Zucker

Tags: , , , , , , ,

Eine Antwort hinterlassen


 
öffnen 0 Artikel

zur Kasse