1.      Brühen ohne Druck
-         Brühen in der Tasse
Die einfachste Methode um Kaffee aufzubrühen. Man gibt mittelgrobes Kaffeepulver in eine Tasse und gießt diese mit heißem Wasser auf. Dieses lässt man dann 3-4 Minuten ziehen und schöpft dann die Kruste ab. Man wartet entweder bis das Kaffeemehl gesetzt hat oder man kann den Kaffee durch ein Sieb in ein anderes Gefäß gießen.
-         Brühen und durch den Filter ausgießen
Das Prinzip hierbei ist das Gleiche wie beim Brühen. Jedoch gibt man hierbei das Kaffeepulver in eine spezielle Kanne „Eva Solo” und setzt dann einen Filter auf den Ausguss. Danach gießt man heißes Wasser in die Kanne, man lässt sie ebenfalls 3-4 Minuten ziehen und kann dann den Kaffee durch das Sieb ausgießen.
-         Monokanne brühen, der Filter wird herausgenommen
In eine zylindrische Kanne wird ein feinmaschiges Edelstahlsieb eingesetzt. In das Sieb kommt dann das Kaffeemehl und wird dann mit heißem Wasser aufgegossen. Wenn der Kaffee durchgezogen ist, kann man das Sieb mit dem Kaffeepulver aus dem Gefäß nehmen und den Kaffee dann genießen.
2.      Filtermethoden
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Keramikfilter (Karlsbader- oder Bayreutherkanne)
Diese Kanne besteht aus Hartporzellan und besteht aus vier Teilen (Kanne, Doppelsiebaufsatz, Wasserverteiler, Deckel) und funktioniert ohne Filterpapier zu verwenden. Der grob gemahlene Kaffee kommt direkt ins Doppelsieb. Auf das Doppelsieb wird der Wasserverteiler gesetzt durch den dann das Wasser aufgegossen wird. Wenn das Kaffeemehl aufgequollen ist, wird nach und nach Wasser nachgegossen. Wenn die Kanne voll ist wird das Doppelsieb und der Wasserverteiler abgenommen und der Deckel aufgesetzt. Jetzt kann die Kanne serviert werden. Kaffee aus der Karlsbaderkanne gilt bei vielen Experten als der feinste und „unverfälschteste” Kaffee überhaupt. Dadurch, dass weder Papier noch Metall als Filter benutzt wird, werden keine Öle gefiltert und der Kaffee kann so seinen vollen Geschmack entwickeln.
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Papierfilter mittels Maschine
Bei dem in Deutschland und den USA weit verbreitetem System wird tröpfchenweise oder schwach rinnend siedendes Wasser durch das in einer engporigen Filtertüte befindliche Kaffeepulver geleitet. Dieses Verfahren wurde 1908 von Melitta Bentz erfunden. Entweder verwendet man hierbei Filtertüten aus Papier oder die Maschine hat einen integrierten Gold- oder Dauerfilter der nur gewaschen werden muss.
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Neapoletaner, Neapolitaner oder Neapolitanische Kaffeekanne
Die Kanne ist eine dreigeteilte Filterkanne und ist in Metall oder Keramik erhältlich. Auf den Wasserbehälter kommt ein etwas größeres mit Kaffeemehl gefülltes Sieb, darauf schraubt man eine Kanne. Zum Kaffeekochen dreht man den Apparat auf den Kopf und füllt den unteren Behälter mit Wasser, die Maschine wird nun auf ein Hitzefeld gestellt. Kocht das Wasser wird die Maschine umgedreht und das warme Wasser läuft durch das Sieb in die Kanne.
3.      Türkische Methode / Mokka
-         Bei dieser Methode wird das ganz fein gemahlene Kaffeepulver mit dem Wasser zusammen in einem Gefäß aufgekocht. Je nach Geschmack werden noch Zucker oder Gewürze hinzugegeben. Je nach stärker das Getränk werden soll, desto öfter wird das Kaffeepulver aufgekocht.
4.      Zubereitung mit Druck
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Perkolator
Das Wasser wird im Perkolator auf einem Hitzefeld erwärmt, steigt durch ein Metallrohr im Inneren empor und trifft dort auf das Mahlgut. Das Wasser tropft wieder nach unten und fängt dort wieder an empor zu steigen. Der Vorgang kann je nach gewünschter Stärke beliebig wiederholt werden.
-         Mokka-Kanne, Espressokocher, Caffètiera, Cafétiera
Diese Art der Espressokanne besteht aus drei Teilen: Kannenunterteil, Filtereinsatz und Kannenoberteil mit dem Steigrohr. Die meist aus Edelstahl hergestellten Espressokocher stellt man direkt auf die Herdplatte. Das Wasser kommt in das untere Behältnis, darauf der Filtereinsatz mit dem Kaffeemehl, dieses darf nicht gepresst, wohl aber glattgestrichen werden. Es sollte etwas gröber sein als Espressopulver. Durch das Erhitzen auf dem Herd, steigt das Wasser durch das Kaffeemehl in den oberen Teil der Kanne. Der Espresso hieraus schmeckt würzig und kräftig, es ist aber kein richtiger Espresso, da hier nur ein Druck von ca. 1,5 bar aufgebaut wird.
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â French Press
Das Kaffeepulver wird in die French Press gegeben und mit heißem Wasserüberbrüht. Anschließend wartet man bis sich das Kaffeemehl am Boden abgesetzt hat und drückt dann den Stempel mit dem Metallfilter nach unten, somit wird das Kaffeepulver von der Flüssigkeit getrennt und kann jetzt problemlos entnommen werden.
-         Zubereitung mit einer Siebträgermaschine
Bei Siebträgermaschinen wird das Kaffeepulver per Hand in den Siebträger gefüllt und dann angepresst (getampt). Das Wasser wird jetzt mit Druck der durch eine Pumpe entsteht durch das Sieb gepresst. Durch dieses von Luigi Bezzera im Jahr 1901 entwickelte Verfahren können Sie den perfekten Espresso erhalten.
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Zubereitung mittels Handhebelmaschine
Die Handhebelmaschine gilt als ein Vorläufer der heutigen Espressomaschine. Von den späten vierziger Jahren mit der Ausgabe der Achille Gaggia bis hin zur Mitte der sechziger Jahre (Durchbruch der Faema E-61 Brühgruppe) war die Handhebelmaschine die gängige Maschine für den professionellen Einsatz. Der Brühdruck wurde hierbei zuerst der Muskelkraft, später per Feder und Muskelkraft erzeugt. Ersteres System ist heute noch bei „La Pavoni” oder „Olympia” Maschinen zu finden.
-Â Â Â Â Â Â Â Â Â Vollautomat
Hierbei erfolgt die Herstellung des Espressos auf Knopfdruck vom Mahlen der Bohnen bis hin zum Einfüllen des Pulvers in den Filter bis hin zum Brühen des Espressos. Doch hierbei handelt es sich nicht um Espresso im eigentlichen Sinn, sondern um Kolbenkaffee. Der Unterschied zum Espresso ist der, dass der Kaffee durch einen Kolben gepresst wird. Durch den starken Druck kommt es zur gewünschten Extraktion und auch zur angestrebten Cremabildung, die sich jedoch in der Feinheit von der händisch in der Siebträgermaschine zubereiteten Espresso-Crema unterscheidet. In der Schweiz spricht man bei einem Kolbenkaffee von einem „Schümlikaffee”.
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