World of Coffee 2011 in Maastricht – Barista Weltmeisterschaften
Dieses Jahr fanden die Barista Weltmeisterschaften im Zuge der Messe „World of Coffee“ in Maastricht statt. Nach den Vorausscheidungen am Mittwoch und Donnerstag standen Freitag die Endwettkämpfe in den Disziplinen „Cup Tasting“, „Latte Art“ und „Coffee in good spirits“ statt.
Wettbewerber aus allen Kaffeenationen der Welt waren angereist, um sich den Titel des „Cup Tasters 2011“ zu sichern. Beim Cup Tasting geht es darum, aus 3 Tassen Kaffee (2 geschmacklich gleiche und eine geschmacklich unterschiedliche) die Ungleiche Tasse Kaffee zu finden. Im Finale bekamen die Teilnehmer je 8 x 3 Tassen und mussten hier Ihr Können erschmecken.
Im Finale standen die vier besten Teilnehmer der Vorrunden: Terukiyo Tahara aus Japan, David Walsh aus Irland, Kyriakos Ouzounidis aus Griechenland und Carolina Franco de Souza aus Brasilien.
Es entwickelte sich ein spannendes Finale, das erst mit der letzten Tasse entschieden werden sollte.
Früh abgeschlagen war die jüngste Teilnehmerin im Feld  - Carolina aus Brasilien –  die leider nur 2 Tassen richtig  erschmeckt hat. Gefolt vom  Japaner Terukiyo Tahara mit 3 richtigen Tassen.
Der Ire David Walsh führte mit 4 richtigen Tassen und noch einer Tasse,  die aufzudecken war, als der Grieche Kyriakos Ouzounidis mit seiner letzten Tasse auch den vierten richtigen Kaffee aufdeckte. Da Kyriakos die schnellere Zeit beim Erschmecken der Tassen hatte führte dieser jetzt vor David Walsh, der jedoch seine letzte Tasse noch aufdecken musste.
Die Entscheidung sollte also mit der letzten Tasse Kaffee fallen, hat David Walsh die Tasse Kaffee richtig erschmeck, siegt er mit 5 Tassen. Schafft er dieses nicht, verliert er mit 4 Tassen aber der schlechteren zeit.  Und es kam wie es kommen musste, David Walsh der die ganze Zeit geführt hatte, lag bei der letzten Tasse leider falsch und der Sieg ging mit der letzten Tasse nach Griechenland zu Kyriakos Ouzoundis.
Nach dem spannenden Wettbewerb im Cup Tasting folgte der Wettbewerb im Latte Art, welches wohl die bekannteste Disziplin der Barista Weltmeisterschaften darstellt.
Hier müssen nach Vorschrift je zwei Espresso Macchiato, zwei Latte und zwei Spezialgetränke mit Latte Art verziert werden.
Beim Espresso Macchiato war die Vorgabe eine  Tulpe zu gestalten und bei Latte ein Herz mit vier Kränzen zu gießen. Das Spezialgetränk war dieses Jahr eine Frittenschachtel, in der ein Latte Art nach freier Wahl gestaltet werden konnte. Schön anzusehen aber ob das schmeckt?
In dieser Disziplin ging auch ein Deutscher an den Start – Matthias Hoppenworth – der in der Finalrunde aber leider nur den achten und damit letzten Platz belegte. Was solls. Weiterüben und nächstes Jahr einen neuen Anlauf!
Souveräner Sieger der Latte Art Challenge wurde der Grieche Chris Loukakis, der sowohl beim Espresso Macchiato, beim Latte als auch beim Spezialgetränk zu überzeugen wusste.
Also alles in allem ein absolut verdienter Sieger.
Den krönenden Abschluss stellte die Veranstaltung in „Coffee and good spirits“ da. Hier geht es um Kaffee und Alkohol. Jeder Teilnehmer muss zwei Irish Coffee zubereiten sowie eine eigene Kreation, die er auch zweimal zubereiten muss.
In dieser Disziplin war ebenfalls ein Deutscher am Start, Thomas Schweiger, der am Ende einen guten vierten Platz für Deutschland belegte.
Beim „Coffee and good spirits“ kommt es darauf an, die perfekte Balance zwischen Alkohol und Kaffee zu finden. So benutzten die Teilnehmer verschiedenste Kaffeesorten. Diese wurden dann auch noch in verschiedenen Zubereitungsarten gebrüht, z.B. als Filterkaffee oder mit der Aeropress. Zudem gab es auch beim Irish Whiskey noch diverse Unterschiede zwischen Blends, Alter und Marke.
Alles in allem muss das Endergebnis abgewogen und rund sein und  die Jury überzeugen.
Bei den Eigenkreationen war die Bandbreite dann ganz groß. Angefangen von einer Colareduktion mit Whiskey und Espresso, die von unserem Starter aus Deutschland präsentiert wurde, bis hin zu exotischen Getränken wie Bier mit Apfelsaft und Limette mit Espresso wurde der Jury wirklich alles vorgestellt.
Am Ende gewann der Russe Philip Leytes, der den perfekten Mix aus Alkohol und Kaffee gefunden hat, sowohl beim Irish Coffee als auch bei seinem Signature Drink.
Alles in allem muss ich sagen, dass ich den Tag sehr genossen habe und ich in Wien 2012 sicherlich wieder vor Ort sein werde.








